Im Schnee ging es Mitte Februar 2010 los. Im großzügigen Freigelände des PfB wurden „Berge“ versetzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das erste Fundament wurde am 24. Februar (Mattheis bricht`s Eis) errichtet, anschließend betoniert und für die Bodenplatte aufgefüllt und vorbereitet.

 

 

 

 

 

 

Neben der Bodenplatte wurde auch eine Stützmauer zur Erhöhung der Steifigkeit des Fundaments gegossen. Somit lässt das Fundament zukünftig auch die Prüfung dynamischer Windlasten mit dem Propeller zu.

 

 

 

 

 

 

 

Etwa einen Monat nach dem Fundamentbeginn ging es am 23. März in die Höhe. Die extra vorbereiteten Betonfertigteile wurden angeliefert und mit zwei Autokränen abgeladen und aufgestellt.

 

 

 

 

Der Deckel wurde aufgesetzt und begrenzt den Prüfstand derzeit auf eine Öffnung von 6 x 8 m, ausreichend für bis zu vier Fassadenfelder einer Elementfassade. Die Größe wurde hinsichtlich der Öffnungsgröße optimiert, um nicht durch übermäßige Größe unnötig die Kosten zur Abschottung der restlichen Öffnung zu erhöhen. Die modulare Bauweise bietet aber auch für die Zukunft Möglichkeiten zur Änderung.

 

 

 

 

 

 

 

Der Prüfstand erhält für die Prüfung der Schlagregendichtheit auch ein Be- und Entwässerungssystem. Zisternen speichern das Wasser auch für mehrere Prüffolgen hintereinander.

 

 

Zur Montage und Demontage von zu prüfenden Fassadenabschnitten stehen geeignete Hebemittel zur Verfügung.
Durch den vertikalen Stahlträger lässt sich die Prüföffnung individuell auf die jeweilige Fassadengröße abstimmen.
An die in die Nutschienen des Prüfstands in der Höhe variabel eingehängten Querträger können die individuellen Aufhängungssysteme der jeweiligen Fassadenkonstruktion einfach angeschweißt oder angeschraubt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Fahrkorb können abschließende Abdichtmaßnahmen vorgenommen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Abgeklebt mit Folie wird die „Prüfstandsleckrate“ ermittelt, bevor es an die erste Prüfung der Luftdurchlässigkeit nach DIN EN 12153 und die weiteren Prüffolgen nach DIN EN 13830 bis hin zur Prüfung des Widerstandes gegen Windlast nach DIN EN 12179 und der dazugehörigen Sicherheitslast geht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wasser marsch“ heißt es für die Prüfung der Schlagregendichtheit nach DIN EN 12155 sowie ergänzend nach den Anforderungen gemäß CWCT.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kegeldüsen versprühen das Wasser gleichmäßig auf die Oberfläche des Probekörpers. Durch unterschiedliche Sprühreihen und Kegeldüsensätze kann sowohl das Sprühverfahren nach EN als auch nach CWCT realisiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die dynamische Schlagregenprüfung nach DIN EN 13050 kann durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Innenraum wird die Dichtheit des Probekörpers bei der Prüfung der Schlagregendichtheit nach DIN EN 13050 kontinuierlich überprüft.

 

 

 

Im Anschluss an die Prüffolge Luftdurchlässigkeit (DIN EN 12153), Schlagregendichtheit (DIN EN 12155), Widerstand gegen Windlast (DIN EN 12179), Wiederholung der Luftdurchlässigkeit, Wiederholung der Schlagregendichtheit und Windlast Sicherheitlast kann auch die Prüfung der Stoßfestigkeit nach DIN EN 14019 mit dem Zwillingsreifen für die Erstprüfung (ITT) zur CE-Kennzeichnung erfolgen.

 

 

 

 

 

 

Ergänzend wurde für die Prüfung der Stoßfestigkeit nach BSI 8200 mit 50 kg  schweren Glaskugelsack vorbereitet. Die Stoßstellen werden im Vorfeld ausgemessen und markiert.

 

 

 

 

 

 

Die Mitarbeiter des PfB feiern zu gegebenem Anlass das gelungene Prüfstandsprojekt Fassadenprüfstand.
Zugleich wurde schon über die Ausführung des Flugzeugpropellers diskutiert, um die Prüfung der dynamischen Schlagregendichtheit auch mit dem Propeller durchführen zu können.