Aus dem Leben eines ‚Türenflüsterers‘

Beruflicher Werdegang Rüdiger Müller
(English Version below)

Meine erste Tür öffnete sich für mich am 18. Mai 1944; sie ließ mich das Licht der Welt erblicken.

Etwa ein Jahr später lag ich verstaubt im Kinderwagen und schrie. Eine Bombe war ins Nachbarhaus eingeschlagen und brachte der dort lebenden Familie Tote und Verwundete. Laut späteren Erzählungen meiner Mutter wurde ich aufgrund meines Schreiens vor Schlimmerem bewahrt. So schloss sich die Tür des Lebens für mich zum Glück nicht gleich wieder. Die Träume dieser dunklen Zeit sollten mich allerdings noch länger begleiten.

Im Alter von 14 Jahren fuhr ich beschwingt mit dem Fahrrad in das 6 km entfernte Rosenheim und stellte mich bei der damaligen Firma Wilhelm Rief Fenster- und Türenfabrik KG vor. Zu meiner Freude wurde ich in der Lehrwerkstatt angenommen und dadurch öffnete sich die erste Tür meines beruflichen Werdeganges. Wir waren etwa 25 Lehrlinge mit einem Lehrmeister, der uns vor allem die Massivholzverarbeitung näher brachte. Auch wenn ich als Bau- und Möbelschreiner ausgebildet wurde, war ich überwiegend in der Fenster- und Türenproduktion tätig. Als Gesellenstück fertigte ich einen Schreibtisch mit Türen und Schubläden. Es war eine abwechslungs- und lehrreiche Ausbildung und noch heute blättere ich gerne in meinen sauber geführten Berichtsheften. Sie zeigen neben Maschinenkunde meine erste Auseinandersetzung mit Verbundfenster, Kastenfenster, Beschläge sowie Außen- und Innentüren. Auch Dank der Arbeit auf Baustellen kam ich früh in Kontakt mit Türen. So fuhr ich z. B. hinten auf dem Motorrad eines weiteren Gesellen sitzend, mit Werkzeug und Wasserwaage im Rucksack, nach München und wir bauten hochwertige Nussbaumtüren bei einer wohlhabenden im Vergleich zu meiner armen Familie ein.

Nach dreijähriger Militärzeit und Nachholen der „Mittleren Reife“ konnte ich 1971 am damaligen Holztechnikum Rosenheim mit Erfolg das Studium „Ingenieur für Holztechnik“ abschließen. Meine Diplomarbeit absolvierte ich beim Institut für Fenstertechnik e. V. Dazu beschäftigte ich mich mehr als 1.000 Stunden mit wärmetechnischen Untersuchungen einschließlich Bau des Probekörpers und Messmitteleinbau. Der damalige Leiter, Professor Erich Seifert, muss von meinen selbständigen Aktivitäten angetan gewesen sein, da er mir eine Stelle mit Aussicht auf eine spätere leitende Funktion anbot. Zu der Zeit, im Oktober 1971, war das Institut für Fenstertechnik e. V. noch in einer alten, von einem Kunden gestifteten Barackeuntergebracht und zählte nur um etwa acht MitarbeiterInnen. Bald habe ich die Gesamtlaborleitung für das Prüfwesen, Wärme- und Feuchtigkeitsschutz sowie für Türen übernommen. Zudem begann ich im Rahmen eines Forschungsauftrages, mich mit Prüfungen an Türen zu beschäftigen. Etwa 100 Türblätter von 17 deutschen Türherstellern wurden bereits diversen klimatischen und mechanischen Belastungen unterzogen. Dies war nicht nur die Grundlage für die europäische Normungsarbeit, sondern führte auch zur Gründung der RAL-Gütegemeinschaft Innentüren zusammen mit dem Verband der Holzwerkstoffindustrie (VHI). Neben dem Aufbau des Labors für Türentechnik war ich involviert in die nationale, europäische und internationale Normungsarbeit sowie in die Überarbeitung der RAL Güte- und Prüfbestimmungen für Fenster einschließlich Überwachung von ca. 200 Herstellern. Der Bekanntheitsgrad des Instituts für Fenstertechnik e. V. führte zu dem Entschluss, in Rosenheim neben Fenstern und Türen auch Möbel zu prüfen. Daher wurde 1979 das Deutsche Institut für Möbeltechnik gegründet. In der damaligen Baracke übernahm ich die Laborleitung und führte unter anderem Prüfungen und Forschung an Polster- und Kastenmöbeln durch.

Insgesamt prägte ich über zwölf Jahre als deutscher Vertreter für Normungsarbeiten den Bereich Fenster und Türen. Neben dem Abschluss der Forschungsarbeiten Innentüren führte ich die Forschungsarbeit Anforderungen an Wohnungseingangstüren durch. Im Dezember 1980 erfolgte mit eigenem Briefkopf und Signet die Gründung des Labors für Türentechnik am Institut für Fenstertechnik. Zu dieser Zeit wurde ich zum Laborleiter ernannt.

Trotz der vielen Aufgaben war es mein Wunsch, mich zum öffentlich bestellten Sachverständigen vereidigen zu lassen. Zum damaligen Zeitpunkt ging dies seitens der IHK von München und Oberbayern nur, wenn man selbständig und nicht im Angestelltenverhältnis war. Da ich mich um die Vereidigung für den Bereich Fenster- und Türentechnik bewarb, war die Neutralität mit der Anstellung beim Institut für Fenstertechnik e. V. nicht gegeben. Nachdem ich drei Jahre für die Vereidigung zum Sachverständigen abgelehnt wurde, fasste ich den Entschluss, mich in die Selbständigkeit zu wagen. Für eine größere Sicherheit, insbesondere da im Januar 1983 mein drittes Kind geboren wurde, erschien es mir notwendig, neben Gutachten auch in der Prüftechnik selbständig tätig zu werden.

Um kurzfristig Prüfungen bei meinen langjährigen Kunden durchführen zu können, sah ich auch in finanzieller Hinsicht die einzige Möglichkeit darin, zunächst eine mobile Prüfstelle aufzubauen. Ich erblickte am Straßenrand einen 7,5 Tonner Lkw mit entsprechender Höhe und Überlänge, der zufällig zum Verkauf stand. Ohne großes Zögern erwarb ich ihn und mit meinem technisch gewieften Onkel Siegfried machten wir das sogenannte „Prüfmobil“ für Prüfaktivitäten in den Bereichen Einbruchhemmung, Luftdurchlässigkeit, Schlagregendicht und Windbelastung startklar. So konnte ich bereits im Februar 1983 die ersten Prüfungen vor Ort in Hamburg durchführen. Es folgten einige Jahre mit dem „Prüfmobil“ sowohl bei deutschen Türenherstellern als auch bei Vergleichsprüfungen im Bereich der europäischen Normung für den Einbruchbereich in Paris sowie Prüfungen in Italien und der Schweiz.

Parallel hatte ich den stationären Ausbau des Prüfinstitutes zunächst im eigenen Hinterhaus in Rosenheim (sogenanntes „Rocky“) begonnen. Mit der Namensbezeichnung Prüfinstitut Türentechnik + Einbruchsicherheit, entworfenem Signet und der geschützten Abkürzung PTE war das eigene Prüfinstitut für den einschlägigen Markt bereit. 1984 fuhr ich mit dem „Prüfmobil“ aufs Freigelände der Messe BAU in München und warb für neue Kunden. Ab dieser Zeit war ich auf jeder BAU München als Aussteller vertreten. Auch mein erstes Fachbuch mit dem Titel Hauseingangstüren aus Holz, das über den BAUVERLAG veröffentlicht wurde, konnte ich anlässlich dieser Messe im Jahr 1988 vorstellen.

Der stationäre Aufbau des Prüfinstitutes ging an unterschiedlichen Räumlichkeiten voran und 1995 erfolgte eine Niederlassung an der Holzfachschule in Bad Wildungen. Dort wurden Prüfungen auf Schlagregendichtheit, Windlast, Luftdurchlässigkeit sowie Einbruch an Fenstern und Türen durchgeführt.

1999 erfolgte dann der Kauf eines ca. 12.000 m² großen Grundstückes am Rande von Rosenheim, um zum einen die verschiedenen Standorte zusammenzuführen und zum anderen dem wachsenden Kundenstamm gerecht werden zu können. Das Geld für einen großen Institutsneubau war nicht vorhanden, weshalb aus heutiger Sicht eine sehr nachhaltige Idee die Lösung brachte. In der Nähe des Bahnhofes von Rosenheim lagerten 90 Tonnen Profilstahl aus einer abgebauten Halle und in Prien am Chiemsee waren zwei Verkaufshäuser in Holzständerbauweise der Firma Regnauer zum Abriss ausgeschrieben. Das Upcycling dieses Materials machte den Bau der ersten Halle des neuen Prüfinstitutes in Stephanskirchen möglich. Der Stahl und die abgerissenen Häuser wurden zu einer Prüfhalle mit ca. 1000 m² Grundfläche aufgewertet. Auf zwei Stockwerken entstanden in Eigenleistung kostengünstig und nachhaltig Büros, ein Schulungsraum, Werkstätten und die mittig angeordnete Prüffläche von ca. 500 m². Hier ist zu betonen, dass dies nur durch die Mitarbeit von Studenten und der Bauleitung meines heute noch aktiven und sehr geschätzten Mitarbeiters Andreas Nerz gemeistert werden konnte. 2002 war das neue Prüfinstitut (Halle 1) mit einer Hallenhöhe von zehn Metern für die feierliche Einweihung bereit. Anlässlich dieser Feier wurde mein zweites Fachbuch „Das Türenbuch“ unter Anwesenheit der Lektorin Juliane Goerke vorgestellt und an Ralf Spiekers, Vertreter des Deutschen Handwerks, ausgehändigt. Kaum dass diese neue Halle eingeweiht war, konnten dort übergroße Türen für den Lötschbergtunnel geprüft werden. So war die Notwendigkeit einer großen und hohen Prüfhalle bestätigt!

Wenige Wochen nach der Eröffnung wurde der Wunsch an mich herangetragen, das PTE an das Institut für Fenstertechnik e. V. (ift Rosenheim) zu verkaufen. Zum damaligen Zeitpunkt fand ich es durchaus sinnvoll, mit einem reich beladenen Schiff in den Hafen des Instituts für Fenstertechnik e. V. zurückzukehren; mit einer Prüfhalle, die weitaus größer war als die Räumlichkeiten, die dem damaligen ift Rosenheim zur Verfügung standen. Ich kam dem Vorschlag nach und 2003 wurde das PTE als PTE GmbH mit mir als Geschäftsführer in das Institut für Fenstertechnik e. V. integriert. Leider stellte sich die gemeinsame Zukunft, zumindest aus meiner Sicht, nicht wie erwartet heraus und daher wurde im Juni 2004 entschieden, wieder getrennte Wege zu gehen.

Zusammen mit Udo Bergfeld, damaliger Inhaber das Institutes für Schallschutzprüfungen, beschloss ich unter der neuen Firmenbezeichnung PfB Prüfzentrum für Bauelemente eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu gründen und wieder mit meinem treuen Mitarbeiter Andreas Nerz neu zu beginnen. Nachdem Udo Bergfeld am 08. Mai 2005 überraschend verstorben war, gründete ich mit den beiden ehemaligen PTE-Mitarbeitern Arno Urban und Matthias Demmel das heutige Prüfzentrum für Bauelemente (= PfB GmbH & Co. Prüfzentrum für Bauelemente KG). Unter neuer Flagge bzw. mit neuem, von meinem Sohn Daniel kreierten und geschützten Signet sowie langjährigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus dem PTE konnte das PfB viele der ursprünglichen PTE-Kunden zurückgewinnen. Es erfolgte – nicht zuletzt durch die finanzielle Unterstützung von Matthias Demmel, das hohe Fachwissen von Arno Urban sowie den Verzicht der drei Geschäftsführer auf anfängliche Entlohnung – ein rascher Aufwärtstrend. Dank unseres Bekanntheitsgrades in der Bauelementebranche war die Auftragslage gut und in relativ kurzer Zeit konnten neue MitarbeiterInnen eingestellt werden.

Der Aufbau des PfB scheute auch nicht den Blick ins Ausland und 2010 erfolgte die Gründung einer Außenstelle in Izmir/Türkei. Zum damaligen Zeitpunkt war es die Absicht, dass sämtliche Fenster und Außentüren in der Türkei mit dem CE-Kennzeichen deklariert werden müssen. Somit war es naheliegend, sich dort niederzulassen; zusammen mit dem Geschäftsführer Nedret Surmeli wurde die PfB GmbH Türkei gegründet. Über die nächsten Jahre wurde die notwendige Anerkennung für baurechtliche Prüfnachweise zur CE-Kennzeichnung über die DAkkS und Türkak erlangt.

Durch das Ausscheiden von Arno Urban aus dem PfB Ende 2012 erwarb ich seine Firmenanteile, sodass ich Mehrheitseigner wurde.

Da die Bauelemente immer größer wurden und die Prüfanfragen insbesondre im Schallschutz zunahmen, erfolgte zum einen der Aufbau eines Schallprüfraumes und zum anderen der Bau einer weiteren Prüfhalle mit ebenfalls 10 m Höhe und ca. 500 m² Prüffläche (Halle 2). Direkt nach der schlüsselfertigen Übergabe durch die Firma Goldbeck GmbH konnte darin mit Dauerfunktions- und Rauchschutzprüfungen sowie Sonderprüfungen begonnen werden. Bereits das erste Prüfelement, ein Schiebetor mit einer Größe von 5 × 8 m, das auf Dauerfunktion durch 2o.ooo-maliges Öffnen und Schließen sowie auf Rauchschutz geprüft wurde, bestätigte die Richtigkeit der Investition dieser zweiten Prüfhalle und eines Rauchschutzprüfstandes mit den Abmessungen von 6 × 9 m.

Im Außenbereich wurde für die Fassadenprüfung im Hinblick auf Luftdurchlässigkeit und Schlagregendichtheit einschließlich dynamischer Schlagregenbelastung zudem ein Outdoor- Prüfstand errichtet.

2008 wurde die Gelegenheit genutzt, die Prüfhalle von Professor Fritz Holtz und sein Labor für Schall- und Wärmemesstechnik mit einer Fläche von ca. 1.000 m² einschließlich Lagerhalle mit ca. 600 m² sowie einem gesamten Flächenumgriff von 7.000 m² zu erwerben. Dies sollte für die Zukunft den Ausbau der diversen Schall- und Sonderprüfungen sichern. Da die Hallen mit einem 25 t und 5 t Portalkran sowie einem 8 t Laufkatzenkran ausgestattet sind, eignen sie sich insbesondere für die Prüfung von übergroßen Bauelementen sowie Fertighäusern auf sämtliche Anforderungen an den Schall. Die Prüfhallen waren zunächst für zwölf Jahre an das Institut für Fenstertechnik e. V. vermietet, aber im Juli 2020 konnte das PfB den Einzug in die Halle 3 und Halle 4 vollziehen.

2015 erfolgte zur Grundstücksbevorratung die langfristige Anmietung auf 20 Jahre sowie einer fünfjährigen weiteren Option und dem Vorkaufsrecht einer unmittelbar angeschlossenen 2500 m² großen Freifläche. Auf dieser Fläche werden neben Sonderprüfungen an Batteriebehältern vor allem sprengwirkungshemmende Prüfungen und Hurrikanprüfungen an Fenstern, Türen, Gittern usw. durchgeführt.

Heute stelle ich fest, dass ich wohl dem Grundsatz, der mir aus dem Planungssemester während meines Ingenieurstudiums erhalten blieb, gefolgt bin, d. h. ein Betrieb sollte im Wesentlichen folgendes berücksichtigen:

Erstens:     Gute Verkehrsanbindung
Zweitens: Keine Wohnungen in unmittelbar näherer Umgebung (Gewerbegebiet)
Drittens:    Ausbreitungsmöglichkeit für Erweiterungen.

Genau diese drei Grundsätze sind beim Kauf des Grundstückes 1999 beherzigt worden. Optimale Zufahrt über die Autobahn an den Rand von Rosenheim, Platzierung in einer aufgelassenen Kiesgrube ohne nachbarschaftliche Wohnbereiche und mit einem Freiflächenumgriff von ca. 22.000 m² genügend Platz für weitere Vergrößerungen.

Es ist für die Zukunft vorgesorgt und die Tür steht für neue Prüfmöglichkeiten sowie weiteren Aufgaben auf dem Gebiet von Gutachten, Zertifizierung, Überwachung und Berechnungen zur Nachhaltigkeit offen! Dies alles ist nicht nur meiner Frau Gertraud Müller-Wagner und meiner Familie, sondern vor allem meinen langjährig treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken.

Auch wenn ich im Januar d. J. die Leitung an meinen Mitarbeiter Peter Mayer abgegeben habe, werde ich weiterhin aktiv bleiben und mich in meinem neu eingerichteten Maschinen- und Bankraum wieder ein wenig als Schreiner betätigen. Meine immerwährende Leidenschaft zum Holz ließ ich bereits in der von mir errichteten Jakobskapelle einfließen. Diese erbaute ich zehn Jahre nach meiner Pilgerreise von Rosenheim nach Santiago de Compostela (Näheres dazu auf www.sv-ruediger-mueller.de). Auch hier wurde Nachhaltigkeit großgeschrieben und das benötigte Holz aus dem auf dem Grundstück befindlichen Wald gewonnen. Die Kapelle in Form eines Achtecks wurde feierlich am 18. Mai 2019 anlässlich meines 75. Geburtstages mit meiner Familie einschließlich Enkelkinder, meinen Geschwistern aus Berlin, Dänemark und den USA, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie engeren Freunden, d. h. mit ca. 80 Gästen eingeweiht. Im Mai d. J. findet in dieser Kapelle die Taufe meines sechsten Enkelkindes statt.

Somit bleibt mir nur noch der Wunsch, dass ich bis zum Schließen meiner letzten Tür als „Türenflüsterer“ mit vielen Türen in Kommunikation stehen kann und damit auch erfahre, wie es hinter diesen Türen aussieht.

Zeitungsausschnitt aus Tageszeitung mit Rüdiger Müller als neuer Leiter des Institut für Türentechnik
Pressebericht zum Institut für Möbeltechnik e.V.
Das junge Team der PTE Prüfzentrum für Türentechnik + Einbruchsicherheit vor dem Prüfmobil
Rüdiger Müller beim Schreinern in seiner Jakobskapelle

English Version

Professional Career of Rüdiger Müller

My first door opened for me on May 18, 1944; it let me see the light of day.

About a year later, I was lying dusty in a pram and screaming. A bomb had hit the house next door and killed and wounded the family living there. According to later accounts from my mother, I was saved from worse because of my screaming. So fortunately, the door of life did not close on me right away. However, the dreams of this dark time were to accompany me for a long time.

At the age of 14, I cheerily rode my bicycle to Rosenheim, 6 km away, and introduced myself to the company Wilhelm Rief Fenster- und Türenfabrik KG. To my delight, I was accepted in the apprentice workshop and this opened the first door of my professional career. We were about 25 apprentices with one master apprentice who gave us an understanding of solid wood processing. Even though I was trained as a construction and furniture carpenter, I mainly worked in the window and door production. As a journeyman’s piece, I made a desk with doors and drawers. It was a varied and educational apprenticeship and even today I enjoy leafing through my neatly kept report books. In addition to machine knowledge, they show my first exposure to composite windows, box-type windows, fittings as well as exterior and interior doors. I also came early on into contact with doors thanks to my work on construction sites. I remember experiences like riding to Munich on the back of another journeyman’s motorbike with tools and spirit level in my backpack and installing high-quality walnut doors for wealthy families. A glimpse into the door of an affluent life compared to my poor one.

After three years in the military and obtaining my „Mittlere Reife“ (secondary school leaving certificate), I successfully completed my studies in „Wood Technology Engineering“ at the former Holztechnikum Rosenheim in 1971. I completed my diploma thesis at the “Institut für Fenstertechnik e. V.”. For this I spent more than 1,000 hours on thermotechnical investigations including the construction of the test samples and the installation of measuring equipment. The director at the time, Professor Erich Seifert, must have been impressed by my independent activities, as he offered me a job with the prospect of a management role later on. At that time, in October 1971, the “Institut für Fenstertechnik e. V.” was still housed in an old barrack donated by a customer and only had about eight employees. Soon I took over the overall laboratory management for testing, thermal insulation and humidity protection as well as doors. In addition, I began to deal with tests on doors as part of a research assignment. About 100 door leaves from 17 German door manufacturers had already been subjected to various climatic and mechanical loads. This was not only the basis for the European standardisation work, but also led to the foundation of the RAL Quality Association for Interior Doors (RAL-Gütegemeinschaft Innentüren) together with the Association of the Wood Material Industry (VHI) (Verband der Holzwerkstoffindustrie). In addition to setting up the laboratory for door technology, I was involved in national, European and international standardisation work as well as in the revision of the RAL quality and test regulations for windows including the monitoring of approximately 200 manufacturers. The high profile of the Institut für Fenstertechnik e. V. led to the decision to test furniture in Rosenheim as well as windows and doors. Therefore, the German Institute for Furniture Technology (Deutsche Institut für Möbeltechnik) was founded in 1979. I took over the laboratory management in the former barracks and carried out tests and research on upholstered and box furniture among other things.

In total, I shaped the field of windows and doors for over twelve years as the German representative for standardisation work. In addition to completing the research work on interior doors, I carried out the research work on requirements for external door sets. In December 1980, with my own letterhead and signet, the Laboratory for Door Technology (Labor für Türentechnik am Institut für Fenstertechnik) was founded at the Institut für Fenstertechnik. At this time, I was appointed head of the laboratory.

Despite the many tasks, it was my wish to be sworn in as a publicly appointed expert. At that time, the Chamber of Industry and Commerce for Munich and Upper Bavaria (IHK) only allowed this if you were self-employed. As I was applying for the swearing-in in the field of window and door technology, the neutrality was not given with the employment at the Institut für Fenstertechnik e. V. (Institute for Window Technology). After three years of being rejected for swearing in as an expert, I made the decision to venture into self-employment. For greater security, especially since my third child was born in January 1983, it seemed necessary to me to become self-employed in testing technology in addition to expert reports.

In order to be able to carry out inspections at my long-standing customers at short notice, I saw the only possibility, also from a financial point of view, to first set up a mobile testing station. I spotted a 7.5 t truck with the appropriate height and excess length at the side of the road, which happened to be for sale. Without much hesitation, I bought it and, together with my technically astute uncle Siegfried, we got the so-called „test mobile“ ready for testing activities in the areas of burglary resistance, air permeability, water tightness and wind load. So I was able to carry out the first tests on site in Hamburg as early as February 1983. Several years followed with the „test mobile“ both at German door manufacturers and at comparative tests in the field of European standardisation for the burglary area in Paris as well as tests in Italy and Switzerland.

At the same time, I had started the stationary expansion of the testing institute, initially in my own back building in Rosenheim (the so-called „Rocky“). With the name Prüfinstitut Türentechnik + Einbruchsicherheit (Testing Institute for Door Technology + Burglary Protection), a designed signet and the registered trademark PTE, my own testing institute was ready for the relevant market. In 1984, I drove to the open-air grounds of the BAU trade fair in Munich with the „test mobile“ and advertised for new customers. From that time on, I have been represented as an exhibitor at every BAU Munich. I was also able to present my first technical book entitled House Entrance Doors made of Wood, which was published by BAUVERLAG, at this trade fair in 1988.

The stationary set-up of the testing institute proceeded at different premises and in 1995 a branch office was established at the woodworking college in Bad Wildungen (Holzfachschule Bad Wildungen). There, tests for water tightness, wind load, air permeability and burglar resistance were carried out on windows and doors.

In 1999, a 12,000 m² plot of land was purchased on the outskirts of Rosenheim to bring the various locations together and to be able to cater to the needs of a growing customer base. The money for a large new institute building was not available, which is why, from today’s perspective, a very sustainable idea provided the solution. Near the railway station in Rosenheim, 90 tonnes of sectional steel from a dismantled hall were stored and in Prien on Lake Chiemsee, two sales buildings in timber post-and-beam construction from the Regnauer company were put out to tender for demolition.

The upcycling of this material made the construction of the first hall of the new testing institute in Stephanskirchen possible. The steel and the demolished houses were upgraded to a testing hall with a floor area of approx. 1000 m². On two floors, offices, a training room, workshops and the centrally located testing area of approx. 500 m² were created in a cost-effective and sustainable way by the company’s own efforts. It must be emphasised here that this could only be mastered through the cooperation of students and the construction management of my still active and much appreciated colleague Andreas Nerz. In 2002, the new testing institute (Hall 1) with a hall height of ten metres was ready for its ceremonial inauguration. On the occasion of this celebration, my second reference book „Das Türenbuch“ (The Door Book) was presented in the presence of the editor Juliane Goerke and handed over to Ralf Spiekers, representative of the German Crafts. No sooner had this new hall been inaugurated than oversized doors for the Lötschberg tunnel (Switzerland) could be tested there. Thus, the need for a large and high testing hall was confirmed!

A few weeks after the opening, I was approached to sell the PTE to the Institut für Fenstertechnik e. V. (Institute for Window Technology – ift Rosenheim). At the time, I thought it made perfect sense to return to the harbour of the Institut für Fenstertechnik e. V. with a richly laden ship; with a test hall that was far larger than the premises available to the then ift Rosenheim. I complied with the proposal and in 2003 the PTE was integrated into the Institut für Fenstertechnik e. V. as PTE GmbH with me as managing director. Unfortunately, the joint future, at least from my point of view, did not turn out as expected and therefore it was decided in June 2004 to go separate ways again.

Together with Udo Bergfeld, the owner of the Institute for Sound Insulation Testing (Institut für Schallschutzprüfungen) at that time, I decided to found a civil law partnership under the new company name PfB Prüfzentrum für Bauelemente and to start anew with my loyal colleague Andreas Nerz. After Udo Bergfeld unexpectedly passed away on 8 May, 2005, I founded today’s Prüfzentrum für Bauelemente (= PfB GmbH & Co. Prüfzentrum für Bauelemente KG) with the two former PTE employees Arno Urban and Matthias Demmel. Under a new flag, respectively with a new signet created and protected by my son Daniel, as well as long-time employees from PTE, PfB was able to win back many of the original PTE customers. There was a rapid upward trend – not least due to the financial support of Matthias Demmel, the high level of expertise of Arno Urban as well as the waiver of initial remuneration by the three managing directors. Thanks to our high profile in the construction elements industry, the order situation was good and new employees could be hired in a relatively short time.

PfB did not shy away from looking abroad and in 2010 a branch office was founded in Izmir/Turkey. At that time, the intention was that all windows and exterior doors in Turkey had to be declared with the CE mark. So, it was obvious to set up there; together with the managing director Nedret Surmeli, PfB GmbH Turkey was founded. Over the next few years, the necessary recognition for test certificates under building law for CE marking was obtained via the DAkkS and Türkak.

When Arno Urban left the PfB at the end of 2012, I acquired his shares in the company and became the majority shareholder.

As the building elements became larger and larger and the number of test requests increased, especially in the area of sound insulation, a sound test room was built on the one hand and another test hall with a height of 10 m and a test area of approx. 500 m² (Hall 2) on the other hand. Immediately after the turnkey handover by Goldbeck GmbH, durability and smoke protection tests as well as special tests could be started. The first test element, a sliding door with a size of 5 × 8 m, which was tested for durability by opening and closing 2o,ooo times as well as for smoke protection, already confirmed that the investment in this second test hall and a smoke protection test stand with dimensions of 6 × 9 m was the right thing to do.

In addition, an outdoor test stand was set up for testing the air permeability and water tightness of curtain wallings, including dynamic driving rain load .

In 2008, PfB seized the opportunity and acquired Professor Fritz Holtz’s testing hall and his laboratory for sound and thermal measurement technology with an area of approx. 1,000 m² including a storage hall with approx. 600 m² and a total area of 7,000 m². This should secure the expansion of the various sound and special tests for the future. Since the halls are equipped with a 25 t and 5 t gantry crane as well as an 8 t trolley crane, they are particularly suitable for testing oversized building elements as well as prefabricated houses for all sound requirements. The test halls were initially leased to the Institut für Fenstertechnik e. V. for twelve years, but in July 2020 the PfB was able to move into Hall 3 and Hall 4.

In 2015, a long-term lease for 20 years and a five-year option as well as the right of first refusal for a directly connected 2500 m² open space were taken out to for provisioning land for the future. In addition to special tests on battery containers, this area is used primarily for tests to explosion resistance and hurricane tests on windows, doors, grilles, etc.

Today I realise that I have always followed the principle that stayed with me from the planning semester during my engineering studies. A company should essentially take the following into account:

Firstly:       good transport links
Secondly: no dwellings in the immediate vicinity (commercial area)
Thirdly:     expansion possibilities

Exactly these three principles were taken to heart when the property was purchased in 1999. Optimal access via the freeway to the outskirts of Rosenheim, placement in an abandoned gravel pit without neighbouring residential areas and with an open space perimeter of approx. 22,000 m² sufficient space for further expansion.

It is provided for the future and the door is open for new testing possibilities as well as further tasks in the field of expert opinions, certification, monitoring and sustainability calculations! All this is due not only to my wife Gertraud Müller-Wagner and my family, but above all to my loyal employees of many years‘ standing.

Even though I handed over the reins to my co-worker Peter Mayer in January of this year, I will remain active and do a little carpentry again in my newly furnished machine and bench room. I already let my everlasting passion for wood flow into the Jakob Chapel that I built. I built it ten years after my pilgrimage from Rosenheim to Santiago de Compostela (for more information, see www.sv-ruediger-mueller.de). Here, too, sustainability was a priority and the wood needed was obtained from the forest on the property. The chapel in the shape of an octagon was ceremoniously inaugurated on 18 May 2019 on the occasion of my 75th birthday with my family including grandchildren, my siblings from Berlin, Denmark and the USA, all staff members and close friends, i.e. with about 80 guests. In May of this year, the christening of my sixth grandchild will take place in this chapel.

So all that remains for me is the wish that I can stay in communication with many doors as a „door whisperer“ until I close my last door and thus also find out what it looks like behind these doors.