Sprengwirkungshemmung

Terror zeigt sich häufig durch mit Strengstoff bestückte Selbstmordattentäter. Aus diesem Grunde wird, zumindest in stark gefährdeten Gebäuden wie z.B. Botschaften, Polizei- und militärischen Gebäuden, neben einer ausreichenden Einbruch- und Beschusshemmung auch die Sprengwirkungshemmung in den Vordergrund rücken.

In der Produktnorm DIN EN 14351-1 werden zwei unterschiedliche Prüfarten zugrunde gelegt.

Prüfung

Nachweis mittels Stoßrohr

Hier wird die Prüfung an einem Bauteil durch eine in einem Rohr erzeugte Druckwelle vorgenommen. Die Klasseneinteilung ist wie folgt:

Mindestwerte für
Klassifizierungscode Spitzendruck
pmax bar a
Positiver spezifischer Impuls
(i+) bar-ms
EPR1 0,50 3,7
EPR2 1,00 9,0
EPR3 1,50 15,0
EPR4 2,00 22,0
a Die Dauer der positiven Phase (t+) darf nicht geringer als 20 ms sein.

Tabelle 23: Charakteristische Merkmale der Stoßwelle (Sinngemäß DIN EN 13123-1 Tabelle 1)

Nachweis mittels Freilandversuch

Der Vorteil des Freilandversuches ist dadurch gegeben, dass aufgrund des Prüfaufbaus keine Größeneinschränkung des Prüfkörpers bestehen, sondern dass allgemein realistische Ist-Größen der Prüfung unterzogen werden können.

Klassifizierung Masse der Ladung
kg
Abstand
m
EXR1 3 5,0
EXR2 3 3,0
EXR3 12 5,5
EXR4 12 4,0
EXR5 20 4,0

Tabelle 24: Klassifizierung, Masse der Ladung und Abstand (Sinngemäß DIN EN 13123-2 Tabelle 1)

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Matthias Demmel

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